Albanien ein Land hinterm Horizont Mai 2018 - 10 Tage - 4755 km

 

Albanien und der gesamte Balkan oder einmal hin und zurück: Eine Erkundungsreise zu viert mit dem Moped durch den Balkan mit Hauptreiseziel Albanien.

 

Tag 1

Bis zum Mittag erfolgte die Anreise zum gemeinsamen Startpunkt in Senec (Slowakei). Von hier ging es dann ab 13:00 Uhr auf in Richtung Ungarn.

Der erste Halt auf der ersten Tour erfolgte in Gabcikovo (Slowakei), wo das gewaltige Schiffshebewerkin Augenschein genommen werden konnte. Der 1992 fertiggestellte Bau verfügt über zwei beeindruckende Schleusen von je 275m Länge und 34m Breite mit einer Tiefe von 32m.

 

Das dazugehörige Kraftwerk erzeugt bis zu 720 Megawatt. Zum Vergleich: das entspricht der halben Leistung eines deutschen AKWs.

 

Wir fuhren dann weiter nach Ungarn, wo wir Győr (Raab) passierten. Der deutsche Name der Stadt geht auf die gleichnamige Festung zurück, deren Kommandant Phillip von Mansfeld (1589–1657) war, seines Zeichens kaiserlicher Feldmarschall und Admiral.

 

Von Győr führte der Weg weiter nach Veszprem und von dort über die Straße 82 nach Tihany. Bei der Tourenplanung ist zu beachten, dass die 82 in den Sommermonaten von tausenden Urlauben befahren wird. Mitte Mai aber war dieser Landstrich noch angenehm leer und konnte gemütlich befahren werden. Von Tihany ging es mit der Fähre Richtung Siofok, dem heutigen Etappenziel.

 

Im Hotel (Residence Balaton Wellness Hotel) angekommen, wurde Himmelfahrt gebührend von uns gefeiert. Der Spa Bereich des Hotels lies dabei keine Wünsche offen und auch die Speisen waren vom feinsten incl. dem Frühstück am nächsten Morgen.


Tag 2

Der zweite Tourentag begann mit einem sehr reichhaltigen und ausgiebigen Frühstück. Danach brachen wir in Richtung Sarajevo auf.

 

Die Tour führte uns zunächst durch Transdanubien, am Rand der Puszta entlang und vorbei am Lake Orfü nahe der Stadt Pećs, bis zur Grenze nach Kroatien. Nach dem was wir beim durchfahren der Landschaft gesehen haben, ist die Region um Pećs vollkommen zu recht eine äußerst beliebte Urlaubsregion. Geographisch bildet der Fluss Drava (Drau) die Grenze zwischen Ungarn und Kroatien. Die Drau entspringt in Südtirol und ist ein Nebenfluss der Donau.

 

Von hier ging es auf kleinen und größeren Straßen ca. 100 km in zur nächsten Grenze nach Bosnien und Herzegowina. An der Grenze wurde die Sava (auch Save, Sau oder Sawe) überquert, dem größtem Fluss Sloweniens und Kroatiens. Die Sava begegnete uns noch einmal auf dem Rückweg kurz vor Belgrad, wo sie auch in die Donau mündet.

 

Ab der Grenze fuhren wir, begleitet zuerst von dem Fluss Ukrina und danach der Bosna, von Tal zu Tal. Dabei verlief die Strecke teils an steilen Felswänden entlang, an denen sich die Straße anschmiegte. Das letzte Tal der Tagestour war das Tal der Krivaja, welches mit Sicherheit eine der landschaftlich schönsten Schluchten in der Region ist.

 

Die Tour endete in Vogosca im Hotel Park vor den Toren von Sarajevo. Hier ließen wir den Abend bei einer Runde Schwimmen im Pool sowie einem erstklassigen Abendessen ausklingen.


Die Tour endete in Vogosca im Hotel Park vor den Toren von Sarajevo. Hier ließen wir den Abend bei einer Runde Schwimmen im Pool sowie einem erstklassigen Abendessen ausklingen.

 

Bei letzterem lernten wir Juric kennen, ein Kellner der sein Fach definitiv versteht. Die Speisekarte des Hauses war übervoll und überforderte jeden. Doch Juric empfahl uns, sich einfach auf ihn zu verlassen und das war das Beste was wir machen konnten. Wie Juric uns erzählte, war er zur Zeit der Balkankriege nach Deutschland geflohen, hat dort gearbeitet und sprach so ein sehr gutes Deutsch. Nach dem Ende des Krieges war er zurück in seine Heimat gekehrt. Das von ihm ausgewählte Essen begann mit einheimischen Vorspeisen, nach denen eine Grillplatte mit Fleisch aller Art gereicht wurde. Abgerundet wurde das Menü mit einer Forellenplatte als Nachspeise. So nahm ein gelungener Abend sein Ende.

 

Tag 3

Der Morgen kam schneller als gedacht. Um 4:40 Uhr wurden wir vom Ruf des Muezzin geweckt. Es wäre gelogen zu sagen wir wären begeistert gewesen. Aber andere Länder andere Sitten und das macht ja so eine Tour schließlich aus.

Frisch gestärkt hieß das heutige Ziel Podgorica (Schwarze Berge) in Montenegro. Zur Vorbereitung dieser Etappe hatte ich viele Reiseberichte studiert und war deshalb sehr gespannt auf diesen Abschnitt der Tour. Am Ende des Tages fiel mein Resümee klar aus: Alle Berichte sind nur ein Schatten dessen was das Land zu bieten hat. Zweifelsohne ist Montenegro eines der landschaftlich schönsten Länder, die ich bisher mit dem Moped bereist habe.

 

Zunächst ging es wieder ging es entlang von Flüssen, welche türkisfarben in der Sonne glänzten, und durch Schluchten. Ein gutes Stücke der Strecke verlief dabei entlang der Drina dem größten Nebenfluss der Sava. Die Drina bildet in Ihrem Verlauf einen Teil der Grenze zwischen Bosnien und Herzegowina und Serbien, Wir überquerten schließlich die Grenze nach Montenegro auf einer Holzbrücke über die Tara am Zusammenfluss von Piva und Tara, den beiden Quellflüssen der Drina. Im Hinblick auf so manche Beschreibung sei an dieser Stelle sei angemerkt, dass ich schon viel schlechtere (Holz)brücken überfahren habe.


In Montenegro folgten wir der Piva zum Pivsko Stausee, wo die Straße durch viele Felsdurchbrüchen verlief. Überall auf der Straße waren dabei Frische Steinschläge zu sehen, die von den schroffen Felswänden stammten. Die Strecke konnte zudem mit überwältigenden Aussichten über den See in Richtung Hochgebirge aufwarten. Dort erkundeten wir intensivst das Durmitor Gebirge und die Tara, auch die Träne Europas genannt.

 

Nach den vielen Eindrücken konnte man im Wellness Spa Hotel Verde alles noch einmal Revue passieren lassen. Das Hotel ist ein riesiger Sportkomplex mit einem Schwimmbad inkl. Wettkampfbecken und natürlich einem separatem Spa Bereich. Entspannung pur nach einem langen Tag im Sattel.

Tag 4

Am frühen Morgen klingelte derselbe hartnäckige Wecker wie am Tag zuvor. Pünktlich und frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Albanien, dem Hauptziel dieser Tour.

 

Von Podgorica aus sind es nur wenige Kilometer bis zur Grenze nach Albanien. Der Grenzübergang liegt am Skadarsko Jezero (Skutarisee), dem zweitgrößten See Südeuropas nach dem Gardasee. Dementsprechend ist der See eine eigene (Tages)Tour wert. Für uns ging es weiter am See entlang zur ersten großen Stadt in Albanien nach Shkodra. Die Durchfahrt durch Städte dieser Größe in Albanien ist etwas, dass man mögen muss. Fahrende Händler entlang der gesamten Innenstadt mit Massen von Menschen an den Ständen erforderten das Fahren in Schrittgeschwindigkeit, so dass die Durchfahrt gefühlt endlos dauerte. Andererseits hatte man bei dieser Geschwindigkeit viel Zeit die verschiedensten Sehenswürdigkeiten, welche die Straße querten, zu bestaunen.

 

Nach dem wir das geschafft hatten, ging es in Richtung Kepi i Rodonit (Kap Rodon). Diese 10 km ins Meer ragende Landzunge sollte nach meinen Informationen nur auf einer unbefestigten Straße zu befahren sein. Leider mussten wir bei unserer Ankunft aber feststellen, dass irgendjemand kurzfristig entschieden hatte Asphalt aufzutragen. Unsere Enttäuschung war riesig, aber die Aussicht und die Kapelle am Ende der Landzunge ließen diese schnell wieder vergessen. Da Wochenende war, hatten sich auch unzählige Einheimische zu diesem wunderschönen Platz aufgemacht. Bei unserem Halt an der Spitze der Landzunge trafen wir auf eine fließend deutsch sprechende, in Italien lebende Albanerin.


Sie erklärte uns, dass dieser Platz zu Zeiten des Kommunismus für die Bevölkerung tabu war und erst nach dem Fall des Regime für alle zugänglich wurde.Nach diesem Abstecher ging es weiter nach Golem, vorbei an vielen kleinen Ständen mit frischen Kirschen und Erdbeeren. Wobei vorbei nicht ganz stimmt, Natürlich konnten wir diesem Angebot nicht widerstehen und ließen bei einem Halt die ersten Sommerfrüchte des Jahres schmecken.

Dann ging es endlich auch auf unbefestigte Straßen und Wege, welche uns über eine kleine Bergkette nach Golem brachten. In dem 5 Sternen Prestige Resort war bei unserer Ankunft die Party schon im Gange. Sehr viele Einheimische tummelten sich um Pool und Bar. Auch das Meer hatte schon eine sehr des angenehme Temperatur wie wir feststellen konnten. Wenn man an die Armut des Landes dachte, die wir tagsüber zum Teil gesehen hatten, dann fiel das gesamte Areal mit den geparkten Autos, die an die Bilder aus Cannes oder von der Berlinale erinnerten, ziemlich aus dem Rahmen.

Tag 5

Am anderen Morgen war der Spuk vorbei und unsere Mopeds waren das Einzige was noch parkte. An diesem Tag hatten wir unsere Albanienrundfahrt auf dem Plan. Leider mussten wir wegen der Wetterlage die Tour etwas umplanen. Über Nacht hatte es auf der Offroad Strecke geregnet und die Straße war sehr lehmig also nicht unbedingt etwas für Grobstollenreifen. Aber auch die Alternativstrecke war sehenswert mit guten und mit schlechten Straßen. Manchmal gab es auch gar keine Straße.

So folgten wir ein kleines Stück der Gjanica, um dann über kleinere Gebirgszüge, mit wunderschönen am Berg verlaufenden Straßen, wieder hinunter ins Tal zum Fluss Osum (auch Osumi) zu gelangen. Von dort fuhren wir wieder über eine Gebirgskette, um dann der Lumica bergab bis zur deren Mündung in die Vjosa, welche direkt in Richtung Griechenland führt, zu folgen.

 

So ging es bis ungefähr 8 km vor die Grenze Griechenlands. Sicher, man hätte mal eben schnell rüber schauen können. Jedoch hat die Erfahrung gezeigt, dass bei einem Grenzübertritt mit 4 Mopeds aus „eben mal schnell“ schnell mal eine halbe bis dreiviertel Stunde Transitzeit werden kann. Die Gefahr auf diese Weise fast 1,5 Stunden zu verlieren war uns dann doch zu groß.

 

Also ging es weiter zum Lake Ohrid (Ohridsee). Der See, welchen sich Albanien mit Mazedonien teilt, ist der zweitgrößte See der Balkanhalbinsel und einer der ältesten der Erde. Direkt am See gelegen befindet sich das Hotel Lyhnidas unser heutiges und zugleich südlichstes Etappenziel. Hier wurden wir auf 700 Höhenmetern freundlich von sehr netten Gastgebern empfangen. Auch wenn wir die einzigen Hotelgäste waren, so war das hauseigene Restaurant gut gefüllt. Ein echter Geheimtipp, wie wir bald lernten. Sogar aus Mazedonien kamen Gäste herüber. Unter Ihnen war an diesem Abend Iliri mit seiner Familie. Iliri lebt in der Schweiz und führte uns dankenswerter Weise in die regionalen Spezialitäten der Speise- und Weinkarte ein. Dabei erfuhren wir unter anderem, dass es im Ohridsee eine besondere Forellenart gibt. Als wir erzählten, dass wir am nächsten Tag weiter nach Mazedonien reisen, lud uns Iliri spontan zu sich ein. Allerdings lag sein Wohnort leider nicht im Tourverlauf und die Hotels waren schon vorgebucht. Aber aufgeschoben, ist ja nicht aufgehoben.


Tag 6

Nach dem langen Abend am Vortrag, war wie zu erwarten zum Frühstück ein Kaffee mehr erforderlich. Heute stand der erste Teil der Rückreise mit einem kleinen Ausflug nach Mazedonien auf dem Programm. Über kleine Straßen und Orte ging es zum Globochichka Ezero (Globocica Stausee). An diesem fuhren wir knapp 20 Kilometer entlang und wechselten dann wieder rüber nach Albanien, wo es zum Fierza-Stausee ging. Der Stausee ist mit beachtlichen 72,6 Quadratkilometern der größte Stausee Albaniens. Markant ist vor allem die Staumauer, welche eine rückseitige Serpentinenstraße besitzt. Das eigentliche Highlight des Tages aber war die Straße dahin. Auf 200 km nur Kurven, eine Gerade von gefühlt 300 m ist das längste was zwischen den Kurven liegt. Sehr bikerfreundlich war auch der Verkehr. Die Hand konnte zum Gruß anderer Biker zwei Mal gehoben werden, der weitere Gegenverkehr bestand aus ca. 10 Autos auf der Strecke, einfach traumhaft.

Am Ende des Tages wechselten wir in den Kosovo über, wo unser Etappenziel das Hotel Alfa Residence in Pristina lag. Hier hatten wir uns in eine Suite von 180 qm eingemietet zu einem sehr guten Preis.

Tag 7

Als heutiges Etappenziel hatten wir Belgrad (Serbien) geplant. Unklar war für uns, ob wir direkt vom Kosovo aus einreisen dürfen. Die Meinungen der Leute waren im Vorfeld sehr unterschiedlich. Wir entschieden uns für das Risiko und fuhren zum Grenzübergang, wo … es keine Probleme gab. Ein kurzes Aufatmen bei allen. Im Fall der Fälle hätten wir den Umweg über Montenegro nehmen müssen.

 

Die Route in Serbien verlief entlang dem Fluss Ibar. Auf kurvenreichen Strecken, umringt von kleinen und größeren Bergen, folgten wir dem Fluss ca. 71 km. Dabei überquerten wir die Zapadna Morava (Westliche Morava) und fuhren durch fast unberührte Berglandschaften mit kleinen Ortschaften bis nach Belgrad, wo ein Hotel mit einzigartiger Innnenausstattung auf uns wartete, das Bali Colosseum.

 

Bei einen schönen Abendessen sammelten wir unsere Kräfte für die anstehende längste Etappe nach Karlsburg in Rumänien. Aufgrund der Zeitumstellung in Rumänien (eine Stunde vor) und dem morgendlichen Berufsverkehr hätten wir gern schon um 6.30 Uhr gefrühstückt, aber die 7:00 Uhr auf dem Schild waren in Stein gemeißelt.


Tag 8

Die Stadttour durch Belgrad am nächsten Morgen sparten wir uns wegen des Berufsverkehrs.

So überquerten wir die Donau, in deren Wasser sich bereits ein Teil unserer Reise widerspiegelte. Denn einiges von dem Wasser was hier langsam dahin floss hatten wir doch schon in den zahlreichen Nebenflüssen und deren Quellflüssen gesehen, entlang derer wir gefahren waren.

An der Grenze nach Rumänien wurden strenge PKW-Einfahrkontrollen durchgeführt, so dass einige Wartezeit zu standen kam. Auf der Straße 57 ging es danach über das Gebirge zur Donau runter. Die 115 km von Pojejena bis Orsova sind wohl die schönsten, die man mit dem Moped fahren kann.

Erster Zwischenstopp auf der Strecke war das Hotel Ecaternia bei Berzasca (Bersaska).

Hier haben wir schnell 4 Zimmer gebucht für die Enduromania Veranstaltung im Juli. Weiter ging es zum Eisernen Tor, welches definitiv Pflichtprogramm ist auf dieser Strecke.

In Herkulesbad, einer Bäderstadt gegründet im Jahr 153 durch die Römer, machten wir dann den zweiten Zwischenstopp zum Mittagessen im Hotel Safrane. Hier gab es gut bürgerliche Küche und ein langes Gespräch mit der Chefin des Hauses, welche Köchin, Putzfrau und Bedienung in einem ist. Wie sie uns erzählte ist Personal vor Ort nicht zu bekommen. Die Menschen arbeiten wegen der höheren Löhne alle in Deutschland.

Bei der anschließenden Fahrt durch die Stadt ließ sich der frühere Reichtum von Herkulesbad noch erahnen. Unsere Tour führte weiter durch die geliebten Wälder und Berge des Banat, dann Richtung Siebenbürgen bis nach Alba Iulia (Karlsburg) ins Hotel Parc. Zum Abendessen ging es auf die Festung, die Zitadelle Alba Carolina. Eine wunderschöne Anlage, wo wir das Pub 13 Restaurant Medieval besuchten. Auch wenn Rumänien den Ruf eines Armenhauses im Westen Europas hat, so muss weder das Ambiente noch das Essen im Pub 13 einen Vergleich mit den hiesigen Gaststätten oder den bisherigen auf unsere Tour scheuen. Hinzu kommt, dass die Preise für das was geboten wurde für unsere Verhältnisse gering sind.


Tag 9

Die Streckenführung verlief an diesem Tag kreuz und quer durch Transsylvanien. Wir fuhren über die Westrumänischen Karpaten und natürlich auch wieder entlang der Flüsse. Unter diesen war auch der Aries, dessen Lauf wir für 63 km folgten. Danach bogen wieder ins Landesinnere um über die Berge dem Stausee Belis-Fântânele im Apuseni Naturpark einen Besuch abzustatten.

 

Dabei ging durch landschaftlich wunderschöne Gegenden, wobei die großen E-Straßen gemieden wurden so gut es nur ging, denn der LKW-Verkehr in Rumänien macht jeden Fahrspaß kaputt.

Tageshighlight war ein kleiner Abstecher ins Gebiet Maramures, wo die Zeit stehengeblieben scheint. Danach ging es zurück ins heutige Rumänien zum Etappenziel nach Oradea.

 

Bei Ankunft im Hilton Hotel war es für uns einmal mehr erstaunlich wie groß die Unterschiede in einem Land auf wenige Kilometer Entfernung sein können. Beim ersten kühlen Stiefelbier wurde dann allen auch klar, dass die Tour eigentlich schon wieder fast vorbei ist.

Nach dem Abendessen saßen wir noch in gemütlicher Runde auf der Zimmerterrasse zusammen. Mit Blick auf den Fluss Sebes-Körös klingt der Tag und die Tour so langsam aus.


Tag 10

Die letzte Etappe zurück nach Senec bietet kaum echte Bikerhighlights. Bis auf wenige kurvige Strecken geht es in Ungarn gerade aus.

 

In der Slowakei beträgt der Kurvenanteil dann wieder 50 Prozent. Doch hatten wir alle nur ein Ziel vor Augen und das ist ein riesiger Topf Ungarischer Rindergulasch, welchen wir bei unserer Ankunft in Senec bei meiner Schwiegermutter bestellt haben.

 

Entsprechend schnell ging die Fahrt vorbei und wir saßen pünktlich am Mittagstisch. Danach gönnten sich alle einen ausgiebigen Mittagsschlaf, bei dem jeder noch einmal im Traum die 4755 km der letzten Tage Revue passieren lassen konnte.